Geistlicher Missbrauch – zeitlos gefährlich!
Jemand spricht mit falscher Stimme.
Ein Seelenführer, ein Seelenverführer,
gibt sich als Hirte aus.
Neue Gemeinschaften erstarken,
haben einfache Antworten –
und werden doch nur stehlen,
schaden, isolieren.
Jesus aber ermutigt zum Selbststand
mit dem Bildwort der Schafe,
die die Stimme ihres Hirten kennen:
Die Gläubigen dürfen vertrauen,
dass sie ihren Glauben kennen – und erkennen,
wenn jemand mit falscher Stimme spricht.
Das Bildwort der Tür verdeutlicht,
dass es nur einen Zugang zum Vater gibt:
den Sohn, der frei und freigiebig handelt.
Beides zählt: die Ermutigung, mir selbst zu trauen,
meiner Glaubenskraft etwas zuzutrauen,
und die Erinnerung,
dass sich innere Freiheit und Glaubenssinn
nur an Christus selbst bilden können.
Wer glaubt, geht in Freiheit ein und aus
und findet Weide, Leben in Fülle.
Christus allein ist Hirte, ist Tür.
Dorothee Sandherr-Klemp (zu Joh 10,1-10)
aus: Magnificat. Das Stundenbuch 04/2026, Verlag Butzon & Bercker, Kevelaer; www.magnificat.de In: Pfarrbriefservice.de